Kurze Einführung: Erste Schritte im Ameisenatlas

Zuletzt aktualisiert: 12.10.2026

In dieser kurzen Einführung lernst du anhand von 10 Schritten die zentralen Funktionen des Ameisenatlas kennen – von der ersten Orientierung im Gelände über die Offline-Karten bis hin zur Erfassung und Tourenplanung.


Schritt 1: Hauptkarte & Orientierung im Gelände

Beim Öffnen der App landest du direkt auf der interaktiven Hauptkarte. Sie ist für den robusten Offline-Einsatz im Wald optimiert.

  • GPS & Genauigkeit (oben links): Zeigt deine aktuellen Koordinaten, die automatische Ortsbestimmung (Gemeinde und Landkreis) sowie die GPS-Genauigkeit in Metern.
  • Kartensteuerung (rechts): Ermöglicht das Umschalten zwischen Basiskarte, Luftbild und Schichten sowie das Zentrieren auf deinen Standort.
  • Schnellerfassung (+ Button unten rechts): Mit einem Tipp auf das markante Signal-Orange legst du sofort einen neuen Hügel an deiner Position an.

Schritt 1: Hauptkarte und Orientierung


Schritt 2: Amtliche Luftbilder (DOP) & Vegetationskontrolle

Über das Kartensymbol am rechten Rand wechselst du nahtlos zwischen der topografischen Basiskarte und amtlichen Satelliten- bzw. Orthofotos (DOP).

  • Kronendach & Bestandsgrenzen: Luftbilder helfen im dichten Baumbestand, Waldränder, Lichtungen, Rückegassen und Baumartengrenzen exakt zu lokalisieren.
  • Offline-Verfügbarkeit: Einmal geladene Kacheln bleiben dauerhaft auf deinem Gerät gespeichert und stehen auch im tiefsten Funkloch bereit.

Schritt 2: Amtliches Luftbild (DOP)


Schritt 3: Benutzerprofile (Rollen im Wald)

Im Menü Einstellungen (Zahnrad oben rechts) passt du die App mit einem Klick an deine konkrete Aufgabe im Wald an:

  • Einfacher Erfasser: Radikal auf das Wesentliche reduziert (Foto, Maße, Speichern) – ideal für schnelle Helfer ohne komplizierte Fachdialoge.
  • Naturschutz & Kartierung: Schaltet tiefergehende ökologische Parameter frei (Formica-Merkmale, Gefährdungsursachen, Hanglage, Kronenschirm).
  • Revier & Koordination: Für Forstrevierleiter und Ameisenwarte zur Bestands-Triage, Zuweisung und übergeordneten Koordination.
  • Sicherheit: Hier findest du auch den praktischen Soft-Delete-Schutz (Hügel ausblenden statt löschen).

Schritt 3: Rollenbasierte Benutzerprofile und Backup


Schritt 4: Offline-Karten & Display-Optionen

Der Ameisenatlas arbeitet nach dem Prinzip Offline-First. In den Karteneinstellungen konfigurierst du deinen Speicherbedarf:

  • Auto-Download: Lädt Basiskarten für deine aktuelle Umgebung automatisch im Hintergrund nach, sobald eine Internetverbindung besteht.
  • Kachel-Diagnose: Zeigt transparent an, wie viel Gerätespeicher von Karten belegt ist, und erlaubt das gezielte Bereinigen.
  • Profi-Modus & Plus Codes: Blendet auf Wunsch erweiterte Telemetriedaten und funkfähige Open Location Codes ein.

Schritt 4: Offline-Karten und System-Einstellungen


Schritt 5: Funde suchen & Koordinaten parsen (Smart-Eingabe)

Über den Reiter FINDEN in der Fußzeile kannst du Koordinaten aus externen Quellen blitzschnell verarbeiten:

  • Smart-Eingabe (Universal-Parser): Erkennt beliebige Koordinatenformate aus der Zwischenablage – egal ob klassische Dezimalgrade (WGS84), Grad-Minuten-Sekunden (DMS), UTM oder Google Plus Codes.
  • GPS-Foto Import: Liest Geodaten direkt aus den EXIF-Tags von Smartphone- oder Kamera-Fotos aus.
  • Vorschau: Nach dem Tipp auf „Suchen & Parsen“ springt die Vorschaukarte direkt an den Fundort.

Schritt 5: Koordinaten parsen und suchen


Schritt 6: Bestandsverwaltung

Der Reiter BESTAND bietet eine strukturierte Gesamtansicht aller erfassten Ameisenvorkommen:

  • Echtzeit-Suche: Finde Hügel blitzschnell nach Name, Gemarkung, Revier oder Finderkürzel.
  • Archiv-Funktion (Auge-Symbol): Ausgeblendete oder historische Hügel können jederzeit wieder sichtbar gemacht und reaktiviert werden.

Schritt 6: Bestandsübersicht und Filter


Schritt 7: Dezentraler Datenaustausch & P2P-Sync

Über das Kontextmenü im Bestand teilst du deine Daten vollständig ohne fremde Server oder Cloud-Zwang:

  • Exportieren & Importieren: Erzeuge standardkonforme GeoJSON- oder ZIP-Pakete für QGIS, ArcGIS oder zur Weitergabe via WhatsApp und Messenger.
  • P2P Empfangen (QR-Code): Tausche Bestände und Touren direkt im Wald von Smartphone zu Smartphone via Nahbereichs-Hotspot und QR-Code aus.
  • Backup erstellen: Sichert deine komplette SQLite-Datenbank inklusive aller Fotos und Kontrollhistorien lokal.

Schritt 7: Datenaustausch, P2P und Backups


Schritt 8: Touren & Kontrollgänge zusammenstellen

Unter dem Reiter TOUR planst du effiziente Begehungen für forstliche Begehungen oder ehrenamtliche Kartierungen:

  • Auf Karte wählen: Umkreise ein Waldgebiet mit dem Finger oder tippe Hügel direkt an, um sie zur Tour hinzuzufügen.
  • Aus Bestand wählen: Wähle gezielt Hügel aus der Liste aus, die dieses Jahr auf eine Kontrollbegehung warten.

Schritt 8: Tour zusammenstellen


Schritt 9: Routen speichern & Wegeführung

Zusammengestellte Touren werden dauerhaft im System gespeichert:

  • Wiederholte Kontrollgänge: Einmal erstellte Routen (z. B. „Jahreskontrolle Revier Süd“) lassen sich in jeder Saison erneut ablaufen.
  • Park & Walk Navigation: Die App führt dich per KFZ-Routing bis zum nächstgelegenen Waldparkplatz und setzt die Navigation ab dort nahtlos als Fußweg über Waldwege fort.

Schritt 9: Gespeicherte Touren und Navigation


Schritt 10: Neuen Hügel erfassen & Bestimmungshilfe

Über den großen + Button erfasst du einen Fund vor Ort in Sekundenschnelle:

  • Automatisches Namensschema: Vergibt standardisierte forstliche Bezeichner (z. B. UNB.SUL.XY.001 nach Behörde, Gemeinde, Kürzel und laufender Nummer).
  • Art-Schnellauswahl & Bestimmungshilfe: Große Farbsymbole für die wichtigsten Arten (F. rufa, F. polyctena, F. pratensis, etc.). Ein Klick auf „Bestimmungshilfe“ öffnet den morphologischen Bestimmungsschlüssel mit Lupen-Tipps.
  • Präzise Standortkorrektur: Die GPS-Genauigkeit wird live angezeigt; bei Bedarf kannst du den Pin auf der Luftbild-Vorschau exakt per Fingertipp verschieben.
  • Zustand & Maße: Schnelle Dokumentation von Hügelhöhe, Durchmesser und forstlichen Gefährdungen.

Schritt 10: Hügel erfassen und Bestimmung

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